Chronik von Laimerstadt und Ried
Laimerstadt: Laimerstadt wurde urkundlich erstmals im Jahr 907 im Rahmen eines Gütertausches genannt. Originaltext: Der Herr Hadarich gibt durch die Hand des Grafen Luitpold (+ 907) Güter zu Tann und bei Eringisingnon (Irnsing), dazu den Wald Perinloh (Bärnlohe, südlich von Staubing) und erhält dafür vom Regensburger Bischof Tuto Besitz im Ort Liumaresstat (Laimerstadt). Der Ortsname bedeutet eigentlich ,,Die Wohnstätte des Liuma'' Liumar dieser Name bedeutet ,,Der durch den Ruf Berühmte'' (hlium = Gehör, Gerücht, Ruf; davon hliumund = Leumund; mar = berühmt). Mit dem Limes hat der Ortsname nichts zu tun, obwohl Laimerstadt und Ried zur Römerzeit dicht am Limes lagen, noch innerhalb der römischen Reichsgrenzen. Überreste des Limes und auch von Kastellen der Römer (z.B. bei Eining) gibt es in der Nähe heute noch zu besichtigen. Nördlich des Ortes zieht der rätische Limes vorbei. Noch heute erkennbar über einige hundert Meter als terrrassenartig abgestufter Feldrain. Ried: Erst durch die rege Bautätigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg ist das größere Dorf Laimerstadt mit dem kleineren Ried fast zusammengewachsen. Ried bei Laimerstadt wurde nach der nassen, sumpfigen Senke benannt, die sich heute noch vom Kirchlein aus in die Richtung zum Donautal hin erstreckt. Vor tausend Jahren war das Weiher- und Sumpfgebiet noch viel ausgedehnter, nicht nur an dieser Stelle, sondern an mehreren Orten der Feldflur und in den Wäldern der ganzen Gegend. Brünnlein und „Lachen" erinnern noch daran, auch Flurnamen (zum Beispiel die „Kotlache", der Flurname „See" mit einem Brünnlein an der Straße Hienheim-Arresting). Um das Jahr 1080 überträgt der Adelige Otto ein Gut in Riuth (Ried) an das Kloster Weltenburg unter dem Abt Brunger. Es ist nicht völlig sicher, aber sehr wahrscheinlich, daß mit diesem Ort Ried bei Laimerstadt gemeint ist, weil das Kloster Weltenburg auch in späteren Jahrhunderten nachweislich Ausgaben aus diesem Dorf bezieht. Die Gleichsetzung Ruith = Ried spricht, daß ein Weltenburger Güterverzeichnis der Zeit vor 1314 Abgaben aus „Riedt bei Laymerstatt" verzeichnet. Allgemeines: Im Jahr 1901 wurde in Laimerstadt ein Schulhaus gebaut und eine zweigeteilte Schule für die Kinder der Orte Laimerstadt und Ried eingerichtet. Das Grundstück schenkten Georg und Anna Gruber vom Flurlhof. Das Schulhaus kostete die Gemeinde 15900 Mark. Der Lehrer wohnte im Schulhaus. Diese Schule brachte eine große Erleichterung. Bis dahin hatten die Kinder aus Ried den weiten Weg zur Schule nach Hienheim, die Laimerstädter nach Tettenwang gehen müssen. 2009 wurde das Schulhaus an privat verkauft. 1968 wurde in Laimerstadt die Flurbereinigung durchgeführt. Laimerstadt/Ried war bis 1978 eine eigenständige Gemeinde. Bürgermeister war Georg Schels aus  Ried. Ab 1978 wurden die beiden Ortsteile zur Großgemeinde Altmannstein eingegliedert. Laimerstadt und Ried zusammen zählen derzeit 348 Einwohner (einschl. Nebenwohnsitz, Stand Januar 2015). Die Großgemeinde Altmannstein hat mit seinen 20 Ortsteilen eine Gemeindefläche von 115 qkm und 11.460 ha. Zusammen sind es 3700 Haushalte und 7118 Einwohner. Wie aus Geschichtsbüchern zu erfahren ist, war 1911 das erste Telefon in Laimerstadt, 1938 fuhr das erste Postauto nach Laimerstadt und am 30.6.1978 wurde das Postamt aufgelöst. Heute ist Laimerstadt auf dem bäuerlichen Sektor hauptsächlich als großes Hopfenanbaugebiet bekannt, während die Arbeiter und Angestellten vorwiegend bei dem im nahen Ingolstadt ansässigen Automobilbauer Audi oder in einer der umliegenden Raffinerien beschäftigt sind. Laimerstadt zeigt sich heute als eine liebenswerte Ortschaft mit freundlichen, hilfsbereiten Einwohnern, von welcher aus Sie in der näheren Umgebung viele Sehenswürdigkeiten und eine herrliche Landschaft beim Wandern oder Radwandern entdecken können. Der Ort liegt in den sanft hügeligen Anhöhen des hier beginnenden Jura an der Staatsstraße 2232 etwa 8 km südlich des Altmühltales. Die Entfernungen nach Altmannstein betragen 7 Kilometer, nach Riedenburg und Neustadt/Do. ca 12 km, nach Kelheim etwa 14 km sowie Regensburg ist in östlicher Richtung ca. 45 km und Ingolstadt in westlicher 30 km entfernt. München und Nürnberg liegen ca. 100 km südlich bzw. nördlich des Ortes. Laimerstadt liegt somit fast zentral in Bayern. Bayerns Mittelpunkt ist nahe Denkendorf (Gelbelsee), ca. 25 Kilometer entfernt
Laimerstadt um 1924
Laimerstadt etwa um 1958
www.laimerstadt.de    ORTSGESCHICHTE
(c) Frank Waltinger
Laimerstadt um 2009 *
Ried um 2009 *
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Chronik von Laimerstadt und Ried
Laimerstadt: Laimerstadt wurde urkundlich erstmals im Jahr 907 im Rahmen eines Gütertausches genannt. Originaltext: Der Herr Hadarich gibt durch die Hand des Grafen Luitpold (+ 907) Güter zu Tann und bei Eringisingnon (Irnsing), dazu den Wald Perinloh (Bärnlohe, südlich von Staubing) und erhält dafür vom Regensburger Bischof Tuto Besitz im Ort Liumaresstat (Laimerstadt). Der Ortsname bedeutet eigentlich ,,Die Wohnstätte des Liuma'' Liumar dieser Name bedeutet ,,Der durch den Ruf Berühmte'' (hlium = Gehör, Gerücht, Ruf; davon hliumund = Leumund; mar = berühmt). Mit dem Limes hat der Ortsname nichts zu tun, obwohl Laimerstadt und Ried zur Römerzeit dicht am Limes lagen, noch innerhalb der römischen Reichsgrenzen. Überreste des Limes und auch von Kastellen der Römer (z.B. bei Eining) gibt es in der Nähe heute noch zu besichtigen. Nördlich des Ortes zieht der rätische Limes vorbei. Noch heute erkennbar über einige hundert Meter als terrrassenartig abgestufter Feldrain. Ried: Erst durch die rege Bautätigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg ist das größere Dorf Laimerstadt mit dem kleineren Ried fast zusammengewachsen. Ried bei Laimerstadt wurde nach der nassen, sumpfigen Senke benannt, die sich heute noch vom Kirchlein aus in die Richtung zum Donautal hin erstreckt. Vor tausend Jahren war das Weiher- und Sumpfgebiet noch viel ausgedehnter, nicht nur an dieser Stelle, sondern an mehreren Orten der Feldflur und in den Wäldern der ganzen Gegend. Brünnlein und „Lachen" erinnern noch daran, auch Flurnamen (zum Beispiel die „Kotlache", der Flurname „See" mit einem Brünnlein an der Straße Hienheim-Arresting). Um das Jahr 1080 überträgt der Adelige Otto ein Gut in Riuth (Ried) an das Kloster Weltenburg unter dem Abt Brunger. Es ist nicht völlig sicher, aber sehr wahrscheinlich, daß mit diesem Ort Ried bei Laimerstadt gemeint ist, weil das Kloster Weltenburg auch in späteren Jahrhunderten nachweislich Ausgaben aus diesem Dorf bezieht. Die Gleichsetzung Ruith = Ried spricht, daß ein Weltenburger Güterverzeichnis der Zeit vor 1314 Abgaben aus „Riedt bei Laymerstatt" verzeichnet. Allgemeines: Im Jahr 1901 wurde in Laimerstadt ein Schulhaus gebaut und eine zweigeteilte Schule für die Kinder der Orte Laimerstadt und Ried eingerichtet. Das Grundstück schenkten Georg und Anna Gruber vom Flurlhof. Das Schulhaus kostete die Gemeinde 15900 Mark. Der Lehrer wohnte im Schulhaus. Diese Schule brachte eine große Erleichterung. Bis dahin hatten die Kinder aus Ried den weiten Weg zur Schule nach Hienheim, die Laimerstädter nach Tettenwang gehen müssen. 2009 wurde das Schulhaus an privat verkauft. 1968 wurde in Laimerstadt die Flurbereinigung durchgeführt. Laimerstadt/Ried war bis 1978 eine eigenständige Gemeinde. Bürgermeister war Georg Schels aus  Ried. Ab 1978 wurden die beiden Ortsteile zur Großgemeinde Altmannstein eingegliedert. Laimerstadt und Ried zusammen zählen derzeit 348 Einwohner (einschl. Nebenwohnsitz, Stand Januar 2015). Die Großgemeinde Altmannstein hat mit seinen 20 Ortsteilen eine Gemeindefläche von 115 qkm und 11.460 ha. Zusammen sind es 3700 Haushalte und 7118 Einwohner. Wie aus Geschichtsbüchern zu erfahren ist, war 1911 das erste Telefon in Laimerstadt, 1938 fuhr das erste Postauto nach Laimerstadt und am 30.6.1978 wurde das Postamt aufgelöst. Heute ist Laimerstadt auf dem bäuerlichen Sektor hauptsächlich als großes Hopfenanbaugebiet bekannt, während die Arbeiter und Angestellten vorwiegend bei dem im nahen Ingolstadt ansässigen Automobilbauer Audi oder in einer der umliegenden Raffinerien beschäftigt sind. Laimerstadt zeigt sich heute als eine liebenswerte Ortschaft mit freundlichen, hilfsbereiten Einwohnern, von welcher aus Sie in der näheren Umgebung viele Sehenswürdigkeiten und eine herrliche Landschaft beim Wandern oder Radwandern entdecken können. Der Ort liegt in den sanft hügeligen Anhöhen des hier beginnenden Jura an der Staatsstraße 2232 etwa 8 km südlich des Altmühltales. Die Entfernungen nach Altmannstein betragen 7 Kilometer, nach Riedenburg und Neustadt/Do. ca 12 km, nach Kelheim etwa 14 km sowie Regensburg ist in östlicher Richtung ca. 45 km und Ingolstadt in westlicher 30 km entfernt. München und Nürnberg liegen ca. 100 km südlich bzw. nördlich des Ortes. Laimerstadt liegt somit fast zentral in Bayern. Bayerns Mittelpunkt ist nahe Denkendorf (Gelbelsee), ca. 25 Kilometer entfernt
Laimerstadt um 1924
Laimerstadt etwa um 1958
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Laimerstadt um 2009 *
Ried um 2009 *
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